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Den Banken ein schlechtes Zeugnis ausgestellt

Starnberg, 17.12.2009

Im Moment zieht das Thema Bankberatung durch alle Zeitungen. Wir wissen es schon lange: Die freien Anlageberater sind in Ihrer Beratung besser als die Bankberater.

Die Berater in den Banken sind immer auch Verkäufer. Sie müssen vor allem Produkte verkaufen, an denen sie oder ihre Bank am meisten verdienen. Das war schon immer so; vor der Krise und leider auch immer noch nach der Krise.

Das zeigt nun auch deutlich das Ergebnis von Stiftung Warentest.

Miserable Bankberatung – Vielen Banken geht es bei der Beratung nur ums schnelle Geld.

Kunden und Interessenten sind heute mehr denn je an einer seriösen Anlageberatung und einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit Experten interessiert.

Warum?

  • Die Bankzinsen sind niedrig - die Kunden verdienen kein Geld mehr mit ihrem Geld
  • Die Inflation frisst die geringen Erträge auf
  • Die Versicherer senken ihre Überschussbeteiligungen
  • Die Inflation steigt an
  • Risiken werden nicht abgewägt; Ziele der Kunden interessieren nicht

Wer sich bei der Geldanlage auf seinen Bankberater verlässt – der ist verlassen. Die Bankberatung in Deutschland ist „so schlecht wie ihr Ruf“, hat die Stiftung Warentest jetzt festgestellt. Die Verbraucherschützer nahmen die Beratungsqualität von 21 deutschen Geldinstituten unter die Lupe. Drastisches Urteil: „Es ist eine Blamage“, meint Stephan Kühnlenz, Leiter der Abteilung Finanzdienstleistungen bei Warentest. „Die Banken haben aus der Finanzkrise kaum etwas gelernt.“ Die wichtigsten Ergebnisse.

Der Test: Bei jeder Bank ließen sich die Tester in sieben Filialen beraten, also insgesamt fast 150 Mal. Ihr Anliegen: 30000 Euro auf fünf Jahre mit einer Rendite von vier Prozent anzulegen. Der Haken dabei: Zum Zeitpunkt des Tests gab es für sichere Anlagen keine vier Prozent Rendite. Die Bankberater hätten die Kunden also darauf hinweisen müssen, dass es die Wahl gibt: „entweder weniger Rendite mit gewünschter Sicherheit oder die gewünschte Rendite – aber mit weniger Sicherheit“, so Experte Kühnlenz.  „Sicher anlegen? Bankberater wissen nicht, was das heißt: Beim Test Anlage­beratung der Banken löste kein Institut die einfache Frage nach einer sicheren Anlage wirklich „gut“. Selbst die besten er­reich­ten nur ein schlechtes „Befriedigend“. Zwei Banken berieten „mangelhaft“.“

http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/test/-Anlageberatung-von-Banken/1829939/1829939/1831738/

http://www.guter-rat.de/geld/Filial-Test_1525828.html

Der Kölner Stadtanzeiger schrieb am 16.12.2009: Miserable Bankberatung - und weiter: Nur drei Institute, darunter die Kölner Kreissparkasse, schafften ein „befriedigend“.

Und Thomas Wüpper in seinem Kommentar im gleichen Blatt: Anlageberatung der Banken: Skandalöse Missstände.

Die Rheinpfalz schreibt am 16.12.2009: Banken und Berater blamiert - und weiter: Stiftung Warentest: 147 Gespräche zur Geldanlage mit katastrophalem Ergebnis - Keine einzige gute Note.

Handelsblatt, 16.12.2009

Das Handelsblatt titelte am 15.12.2009: Kreditinstitute verkaufen Anlegern  immer noch sehr riskante Produkte - und weiter: Die Stiftung Warentest stellt 21 Banken ein schlechtes Zeugnis aus. Jetzt droht Bundesverbraucherministerin Aigner mit gesetzlichen Konsequenzen.

Dieser Missstand wurde schon früher von den Medien aufgegriffen!
NDR berichtet: Tausende Anleger verlieren ihre Altersvorsorge
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NDR, 8.1.2008